| PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation |
|
Dozenten: Math Buck, Nicola Fischer, Renata Horst, Anke Müßigbrod, Martina Schindler
© Martina Schindler |
![]() |
Für Ärzte und Physiotherapeuten Literatur: M. Buck |
||
PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation
Eine von Maggie Knott (Physiotherapeutin) in den USA entwickelte Methode, basierend auf neurophysiologischen Arbeiten von Dr. Kabat (Physiologe).
P = Empfang von Reizen innerhalb des Körpergewebes
N = Nerven und Muskeln betreffend
F = Förderung oder Bahnung eines natürlichen Vorgangs
Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation steht für die Einflussnahme auf die Physiologie der Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System um ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers zu gewährleisten. Sie basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien, deren Ursprünge von Sherrington, Hellebrandt, Pavlow u. a. beschrieben wurden und hat sich in den Lehren nach dem heutigen Erkenntnisstand der Neurowissenschaften weiterentwickelt.
Dieses Behandlungskonzept wird sowohl in der Neuroreha wie auch in der orthopädisch und traumatologischen Rehabilitation angewendet.
Prinzipien und Ziele
Patienten lernen durch die Repetition von Alltagsaktivitäten in deren Umweltkontexten diese selbst ökonomisch auszuführen. Ein Kerngedanke dieser Behandlungsmethode ist es, die Potentiale des Patienten zu erkennen und zu nutzen. Hintergrund ist die Unterstützung der Plastizität des Gehirns und der damit verbundenen Mobilisierung von Reserven in der Gehirnaktivität.
Anwendungsbereiche
- periphere Nervenläsionen, z. B. Peroneus- oder Radialisparese
- Erkrankungen des zentralen Nervensystems: Ataxie, Multiple Sklerose, Zerebralparesen, Rückenmarkserkrankungen einschließlich Para- und Tetraparesen aufgrund von Traumen, Tumoren, Schädelhirntrauma, Parkinson, Hemiplegie, Muskeldystrophien, Entzündungen und degenerativen Erkrankungen
- Traumatologie: nach Frakturen (konservativ oder operativ versorgt), Muskel-, Band- und Sehnenverletzungen, Sportverletzungen, Amputationen, Muskelatrophien und Gelenkkontrakturen nach Ruhigstellung
- Orthopädie: nach Wirbelsäulenoperationen, Gelenkendoprothesen, M. Bechterew, degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und der Extremitätengelenke.
- Gelenkstimulation über Zug oder Druck
Abschluss
Die Weiterbildung schließt nach dem Aufbaukurs mit einer Prüfung ab. Die erfolgreichen Absolventen erhalten ein Zertifikat sowie eine Teilnahmebescheinigung. Diese Unterlagen gelten bei allen Kostenträgern, Behörden und Arbeitgebern als Nachweis einer qualifizierten Weiterbildung (Krankengymnastik) auf neurophysiologischer Grundlage/PNF.
Teilnahmevoraussetzung für den Grundkurs:
Mindestens 1 Jahr Berufstätigkeit (Datum der Zulassung)
Dozenten
Die bei FiHH Das Fortbildungsinstitut tätigen Fachlehrer erfüllen sowohl alle die von den Spitzenverbänden der Krankenkassen vorgegebenen Qualitätsanforderungen als auch die internationalen Richtlinien der I.P.N.F.A. (International PNF Association), wodurch eine weiterführende Ausbildung im Sinne der I. P. N. F. A. bei Bedarf gewährleistet ist.

