| Kinesio-Taping |
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Dozent: Dr. Matthias Schmidt
© Dr. Matthias Schmidt |
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Für alle medizinischen Berufsgruppen Literatur: Kinesio taping in stroke: Effect of kinesio taping on muscel strength in athletes – A pilot study. |
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Kinesio-Taping
Kinesio-Taping ist eine Behandlungs-/Tapingtechnik, die Anfang der 70er Jahre von dem japanischen Arzt und Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase entwickelt wurde und mittlerweile in Europa einen starken Bekanntheitsgrad erlangt hat. Ausschlaggebend war die Entwicklung eines Tape - Materials mit neuen Eigenschaften.
Das Material ist im Gegensatz zu bisherigen Tapes elastisch und selbstklebend. Den therapeutischen Effekt erklärte sich Dr. Kase selbst über eine die Lymphzirkulation anregende und stoffwechselaktivierende Wirkung. Es ist atmungsaktiv, kann mehrere Tage auf dem Körper bleiben und mit Wasser in Berührung kommen.. Mittlerweile gibt es verschiedene Taping- Konzepte, wobei es verwandte und konkurrierende Anlagetechniken der verschiedenen Schulen gibt. Wer mit Kinesio-Taping arbeitet stellt fest, welche grossartigen und schnellen Erfolge er bei richtiger Indikationsstellung und korrekter funktioneller Befunderhebung erzielt.
Inhalt dieses Kurses wird das Kinesio-Taping unter funktionell- anatomischen, biomechanischen und klassisch orthopädischen Gesichtspunkten sein. Der Erfolg des Tapings ist dabei von der richtigen Indikationsstellung und Befundung abhängig. Es fließen funktionelle Kenntnisse aus der Manualmedizin mit Verkettungssyndromen und segmental reflektorischen Beziehungen ein, funktionelle Zusammenhänge aus der Spiraldynamik und Brügger- Technik, Mulligan und Mc Connell.
Bei entsprechender Anlage kann das Tape detonisierend oder facilitierend angebracht werden. Es verbessert den Stoffwechsel, stimuliert das endogene analgetische System und die Mechano- sowie Propriozeptoren. Diese Methode ist für Physiotherapeuten, Masseure und auch Ärzte mittlerweile eine unverzichtbare Behandlungstechnik, die gut in das jeweilige multimodale Behandlungskonzept der physikalisch- rehabilitativen Behandlung integriert oder auch als alleinige Therapie angewendet angewendet werden kann.
Von den Krankenkassen wird sie nicht anerkannt - von den in der Regel zufriedenen, erfolgreich behandelten Patienten allerdings auch gern selbst vergütet. Die Methode hat ein derartiges Potential, dass es immer wieder neue Anlagetechniken zu entdecken gibt.
Kursinhalte:
- Geschichte
- verschiedene Modelle zur Wirkungsweise
- Untersuchungstechniken
- Befunderhebung und Krankheitsbilder für die erfolgreiche Anlagetechnik
- Praktisches Üben der verschiedenen Anlagetechniken bzw. Tapes
Indikationen:
- Wirbelsäule: WS-Syndrome, HWS Distorsion, Nucleusprolaps an der HWS, LWS, Kopfschmerzen, Migräne
- Funktionsstörungen der Wirbelgelenke (Blockierungen), Überlastungssyndrome
- Periarth-ropathien an allen peripheren Gelenken, Arthrosen (Coxarthrose, Gonarthrose OSG- Arthrose)
- Impingementsyndrome, subluxierte Schultern bei Hemiparese, Hemiplege nach Insult
- Patellafemorales Schmerzsyndrom
- Insertionstendopathien (Patellaspitzensyndrom, Epicondylopathia lateralis und medialis, Achillodynien)
- Z.n. Gelenkdistorsionen (Sprungelenk, Kniegelenk)....etc.
Matthias Schmidt ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Akupunktur, Manualmediziner und Manualtherapeut, Triggerpunkttherapeut, Instruktor für Manipulativmassage und Kinesio- Taping, sowie staatl geprüfter Masseur, in einer ärztlichen Privatpraxis für manuelle Medizin, in der er das Taping regelmäßig einsetzt.

